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Erfahrungsbericht

WQ-Prüfung vom 25.03.2026

Was Prüflinge aus unserer Community berichten

Die folgende Zusammenfassung basiert auf dem Erfahrungsaustausch von Prüflingen in unserer Facebook-Gruppe, die am 25.03.2026 die schriftliche Prüfung der wirtschaftsbezogenen Qualifikationen (WQ) im Rahmen der Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt (IHK) abgelegt haben. Es handelt sich um subjektive Eindrücke und aus dem Gedächtnis rekonstruierte Inhalte — keine offiziellen Prüfungsinformationen.

Gesamteindruck

Die Prüfung wurde insgesamt unterschiedlich wahrgenommen, aber ein Muster ist klar erkennbar:

  • Recht & Steuern wurde von vielen als der schwierigste Teil empfunden.
  • VWL/BWL galt für viele als gut machbar bis leicht.
  • Unternehmensführung wurde teils als einfach, teils als unklar formuliert beschrieben.
  • Rechnungswesen wirkte auf viele grundsätzlich fair, sorgte aber wegen einiger Aufgaben und Ergebnisse für Unsicherheit.
  • Zeitdruck war in allen Fächern ein wiederkehrendes Thema.

Außerdem wurde mehrfach berichtet, dass in der Situationsbeschreibung von Unternehmensführung ein Wort fehlte, was vor Ort von den Prüfern korrigiert wurde.

Unternehmensführung

Machbar, aber unklar formuliert

Genannte Themen

  • Benchmarking
  • BCG-Matrix / Portfolioanalyse (Question Marks, Stars, Cash Cows, Poor Dogs)
  • Unternehmensleitbild und Corporate Identity
  • Führungsstile und Führungstechniken / Management-by-Techniken
  • Vermeidung von Kurzarbeit
  • Personalentwicklung: Chancen für Mitarbeiter und Unternehmen
  • Fortbildung und Karriereplan

Stimmungsbild

Unternehmensführung wurde von einigen als „easy" oder fast geschenkt beschrieben. Andere hatten jedoch Schwierigkeiten, vor allem wegen der Formulierungen.

Auffälligkeiten

  • Die Aufgabe zu Führungsstilen wurde mehrfach als unklar beschrieben — Teilaufgaben A und B lasen sich fast identisch. Bei A sollten Management-by-Techniken eingebunden werden, bei B ein-/zweidimensionale Führungsstile (z.B. Verhaltensgitter 9.1). Viele haben hier erheblich Zeit verloren.
  • Bei der BCG-Matrix waren manche verunsichert, weil sie das Thema eher unter dem Begriff Portfolioanalyse kannten.
  • Auch Benchmarking wurde von einigen nicht sofort erkannt oder verwechselt.

Fazit: Inhaltlich wohl eher machbar, aber stellenweise unnötig missverständlich formuliert.

Rechnungswesen

Fair, aber verunsichernd

Genannte Themen

  • Betriebsabrechnungsbogen (BAB) mit Stufenleiterverfahren
  • Divisionskalkulation (mehrstufig, mit Produktionsstufen)
  • Handelskalkulation
  • Break-Even-Point (mit Umsatzrendite von 9 %)
  • Rentabilitätsrechnung
  • FiBu vs. KLR (Unterschiede/Abgrenzung)
  • Vergleich OHG zur GmbH

Stimmungsbild

Rechnungswesen wurde insgesamt eher als fair beschrieben, aber mit einzelnen Aufgaben, die viele stark verunsichert haben.

Ergebnisse aus der Community

Mehrfach bestätigte Werte (ohne Gewähr)
  • Stufenleiterverfahren (Zuschlagssätze): 11,49 % / 103,71 % / 112,88 % / 5,01 %
  • Divisionskalkulation: ca. 18,30 € pro Stück
  • Preiselastizität: 3,33 und 1,25 (Vorzeichen unklar)
  • Verwaltungs-/Vertriebskostenzuschlag: ca. 1,25 % (von manchen als auffällig niedrig empfunden)

Auffälligkeiten

  • Mehrere Teilnehmer berichteten von „krummen Ergebnissen", die Zweifel ausgelöst haben — die aber offenbar korrekt waren.
  • Der Break-Even-Teil (Aufgabe 3) war für viele der „Endgegner" — vor allem die Umsatzrendite von 9 % hat Probleme gemacht.
  • Einzelne nannten sehr niedrige Zuschlagssätze, was zusätzlich verunsichert hat.

Fazit: Nicht unbedingt unfair, aber ein Fach, in dem viele trotz ordentlicher Vorbereitung wegen ungewohnter Ergebnisse unsicher wurden.

Recht & Steuern

Klar am schwierigsten

Genannte Themen

  • Kaufvertrag im Fernabsatz: Antrag und Annahme, Verjährung
  • Mutterschutzgesetz / Pflichten des Arbeitgebers gegenüber Schwangeren
  • Filialprokura: Prokura-Art zuordnen, Frage ob ein Prokurist ein Grundstück kaufen darf
  • Steuerbare und steuerpflichtige Umsätze anhand konkreter Geschäftsfälle
  • Steuerbarkeit von Lieferungen in EU-Länder und Drittstaaten
  • Steuerlicher Gewinn bei GmbH & Co. KG (Aufteilung auf Gesellschaft und Gesellschafter)
  • Außenprüfung bei GmbH & Co. KG
  • Umsatzsteuer / Vorsteuer-Berechnung anhand konkreter Geschäftsfälle
  • UWG und Fernabsatzrecht

Stimmungsbild

Dieser Teil wurde von den meisten klar als schwerster Prüfungsteil beschrieben. Formulierungen wie „Killer", „Horror" oder „unterirdisch" kamen mehrfach vor.

Auffälligkeiten

  • Viele empfanden das Fach als sehr breit und „quer durch den Gemüsegarten".
  • Klassische Themen wie Kaufvertragsstörungen fehlten — stattdessen UWG und Fernabsatzrecht.
  • In den Kommentaren überwog die Einschätzung, dass der Kaufvertrag wohl erst mit der Auftragsbestätigung zustande kam. Das ist aber nur das Stimmungsbild der Community, keine gesicherte Musterlösung.
  • Bei der Filialprokura gab es Diskussion, ob Prokura überhaupt beschränkt werden kann (ja, bei Filialeinheiten schon).

Strittige USt-Aufgabe

Variante A: 15.400 € Zahllast

Filiallieferung (30.000 €) als steuerpflichtig gewertet, Vorsteuer 15.000 € abgezogen

Variante B: 10.650 € Zahllast

Filiallieferung als nicht steuerbar (kein Entgelt), dafür Touristenverkauf (5.000 €) steuerpflichtig

Die Ergebnisse gingen hier stark auseinander, was zeigt, dass dieser Teil viele durcheinandergebracht hat.

Fazit: Recht & Steuern war nach dem Stimmungsbild ganz klar der kritischste Teil der Prüfung.

VWL / BWL

Eher leicht

Genannte Themen

  • Preis-Mengen-Diagramm (Gleichgewichtspreis und -menge bestimmen)
  • Preiselastizität berechnen
  • Standortverlagerung: Vergleich EU (Belgien) vs. Drittstaat (Schweiz)
  • Vorteile des EU-Binnenmarkts
  • Mindestens 6 Aufgaben insgesamt

Stimmungsbild

VWL/BWL wurde überwiegend als gut machbar, teils sogar als „geschenkt" bezeichnet.

Auffälligkeiten

  • Inhaltlich wirkte dieser Teil für viele gut lösbar.
  • Trotzdem berichteten mehrere, dass sie nicht alle Aufgaben geschafft haben, weil die Zeit knapp wurde — einige kamen bei Aufgabe 5 oder 6 nicht mehr dazu.

Fazit: Eher dankbarer Prüfungsteil, aber auch hier war Zeitmanagement entscheidend.

Schwierigkeitsübersicht

Fach Stimmungsbild Hauptprobleme
Unternehmensführung Eher machbar, aber uneinheitlich bewertet Unklare Formulierungen, v.a. Führungsstile
Rechnungswesen Fair bis anspruchsvoll Break-Even, Umsatzrendite, verunsichernde „krumme" Ergebnisse
Recht & Steuern Klar am schwierigsten Breite Themenstreuung, Detailwissen, USt-/VSt.-Einordnung
VWL / BWL Eher leicht bis gut machbar Vor allem Zeitdruck

Gesamtfazit

Die WQ-Prüfung vom 25.03.2026 wirkte laut den Kommentaren aus unserer Community insgesamt machbar, aber deutlich zeitkritisch.

Am häufigsten als problematisch wurde Recht & Steuern genannt. VWL/BWL galt dagegen für viele als gut lösbar. Unternehmensführung war wohl inhaltlich nicht übermäßig schwer, wurde aber teilweise als unsauber oder missverständlich formuliert wahrgenommen. Rechnungswesen war für viele okay, hat aber wegen einzelner Aufgaben und ungewöhnlicher Ergebnisse spürbar verunsichert.

Sonstige Hinweise aus der Gruppe

  • Mehrere Prüflinge planen die mündliche Ergänzungsprüfung als Rettung für Recht & Steuern
  • Einige bereiten sich bereits auf den HQ-Teil in ca. 4 Wochen vor
  • Die Punkteverteilung der einzelnen Aufgaben konnte niemand aus dem Gedächtnis rekonstruieren
  • Ein Nachschreiber berichtet, dass eine alte Klausur (2020) thematisch sehr gut als Vorbereitung passte (Prokura, USt/VSt)
  • Eine Lerngruppe für den Oktober-Termin WQ wird organisiert
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